Leadership matters - Thesen zum Symposium

Das Geschäftsberichte-Symposium 2015, erstmals ausgerichtet vom Center for Corporate Reporting hat Schweizer Vorreiter im Integrated Reporting gesucht, die Bedeutung der Führungsrolle im unternehmerischen Denken, Handeln und Reporting beleuchtet, die Anforderungen von Investoren an die Berichterstattung diskutiert und in interaktiven Workshops Unternehmensbewertung, Vertrauen und Reputation, die Macht des Bildes und weitere Herausforderungen berichterstattender Unternehmen thematisiert. Ein vielseitiges Programm und hochkarätige Referenten haben das Symposium 2015 zu einem Erfolg werden lassen. 

Inhaltlich lässt sich das Symposium in aller Kürze zusammenfassen: Leadership matters – im Denken, im Handeln und im Reporting. Das Leitthema des diesjährigen Symposiums steht stellvertretend für den Input der Referenten und die Diskussion der Teilnehmer in den Sessions und beim Networking. Konkret zeigt sich Leadership in den folgenden Bereichen, die wir Ihnen hier thesenartig vorstellen.

 

LEADERSHIP IM DENKEN, IM HANDELN UND IM REPORTING:

Integrated Thinking

  • Reporting wird zunehmend in einen breiteren Kontext eingebunden und ist «means to an end» (Harvard-Professor Robert G. Eccles) einer integrierten Unternehmenskultur und -führung. Damit gemeint sind die Verantwortung von Unternehmen und insbesondere ihrer Führungseliten in Hinblick auf eine gesamtheitliche Betrachtung ihres Geschäftsmodells und ihre gesellschaftlich legitimierte Rolle als gewinnorientierter Akteur. Integrated Thinking hat jedoch nichts mit «Greenwashing» oder reinem Gutmenschentum zu tun. Im Fokus stehen vielmehr ein nachhaltig profitables und langfristig ausgerichtetes Geschäftsmodell eines Unternehmens, das die Herausforderungen im Umwelt-, sozialen und Governance-Bereich zum integralen Bestandteil von Unternehmenskultur, -strategie, operativer Umsetzung und eben auch Reporting werden lässt.

Materiality

  • Eine ganzheitliche Denkweise und Unternehmensführung setzt voraus, dass sich Unternehmen zunehmend mit den materiellen Faktoren in ihrem Geschäftsmodell beschäftigen. Damit sind zum einen finanzielle Kenngrössen, jedoch ebenso sogenannte nicht-finanzielle Einflüsse und darauf beruhend KPIs gemeint. Diese fliessen zunehmend auch in die Unternehmensbewertung – und damit Anlageentscheidung von Investoren – ein. Die Bestimmung von Materialität erfordert Mut: Verwaltungsrat und Geschäftsleitung sind angehalten, sich zu den relevanten Steuerungsgrössen und damit der Ausrichtung des Unternehmens zu äussern. Und sich in der Umsetzung auch daran messen zu lassen.

Audiences

  • Mit der Bestimmung der Wesentlichkeit verbunden ist auch das Bekenntnis zu den aus Unternehmenssicht relevanten Stakeholdern. Auch wenn der Mythos der Verpflichtung gegenüber den Shareholdern inzwischen entlarvt wurde, so ist es dennoch ein reiner Zungenschlag von der äquivalenten Bedeutung aller Stakeholder zu sprechen. Es ist richtig, dass Unternehmen eine Verantwortung gegenüber den verschiedenen Anspruchsgruppen haben. Dennoch können deren Erwartungen nicht in gleichem Masse befriedigt werden. Dies trifft sowohl für die generelle Unternehmensausrichtung als auch für das Reporting zu. Um letztgenanntem zu begegnen, bietet sich ein «costumized reporting» an, das sich ganz konkret an den Ansprüchen der Zielgruppen orientiert.

Reporting vs. reports

  • Die Unternehmensberichterstattung wird oftmals noch zu stark vom Produkt, dem (Print-) Report, her gedacht. Dabei ist Reporting insbesondere als Prozess zu sehen, der intern im Unternehmen ansetzt. Auch in der externen Berichterstattung geht es weniger um den Bericht per se, sondern die Kommunikation, die mit diesem verbunden ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Printbericht vorliegt. Im Gegenteil: Die Website wird zunehmend zur zentralen Anlaufstelle, auf der vor allem weiterführende Informationen für die verschiedenen Stakeholder zu finden sein sollten. Reporting steht für die ganzheitliche und kontinuierliche Kommunikation des Unternehmens und ist mehr als der Geschäftsbericht.

Authenticity

  • Sowohl in der Unternehmensführung als auch im Reporting stellt Authentizität einen wichtigen Erfolgsfaktor dar. Vertrauen und Reputation bei Share- und Stakeholdern können nur durch eine glaubwürdige, transparente und konsistente Kommunikation aufgebaut und erhalten werden. Auch dafür bedarf es wiederum Leadership:

    - Seitens der Unternehmensführung – und damit ist verstärkt der Verwaltungsrat angesprochen – in Bezug auf die Ausrichtung des Unternehmens und das Bekenntnis dazu gegenüber Mitarbeitern, Investoren, Kunden und Gesellschaft.

    - Seitens der Reporting-Verantwortlichen, welche die Verantwortung für die Kommunikation fernab von Plattitüden und den kontinuierlichen Dialog mit den Anspruchsgruppen tragen.

     

     

Impressionen

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